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Google Ads für kleine Unternehmen einrichten: Konto in 6 Schritten

Google Ads für kleine Unternehmen einrichten: Konto in 6 Schritten

Wer Google Ads für kleine Unternehmen einrichten will, sollte zuerst das Konto sauber aufsetzen und erst danach die erste Kampagne bauen. Die meisten Probleme kleiner Betriebe entstehen nicht bei Keywords oder Anzeigentexten, sondern früher: beim falschen Login, beim falschen Kontotyp im Zahlungsprofil, bei einer Agentur, die das Konto auf eigenen Namen eröffnet, oder bei einem Conversion-Tag, das ohne Einwilligung Cookies setzt.

Diese Anleitung führt Sie in sechs Schritten durch die Grundeinrichtung für den deutschen Markt: Konto ohne Kampagne, Zahlungsprofil, Zugriffsebenen, Überprüfung des Werbetreibenden, Landingpage mit Impressum und Einwilligung nach § 25 TDDDG sowie Google Consent Mode. Sie brauchen dafür eine geschäftliche Google-Adresse, Zugriff auf Ihre Website und Ihre Firmendaten aus Handelsregister oder Gewerbeanmeldung.

Google Ads für kleine Unternehmen einrichten: Das Wichtigste vorab

Google Ads für kleine Unternehmen einrichten heißt in der Praxis: ein Werbekonto anlegen, das Ihrem Betrieb gehört, korrekt abgerechnet wird, mehreren Personen kontrollierten Zugriff gibt und Daten nur so erhebt, wie es das deutsche Recht verlangt. Google empfiehlt in der offiziellen Hilfe selbst, zuerst das Konto zu erstellen und erst danach eine Kampagne; beim Erstellen des Kontos können Sie alle Kampagnenvorschläge überspringen.

Registrierungsleitfaden der Google Ads-Hilfe: Konto erstellen, Unternehmensdaten und Zahlungsinformationen hinzufügen.
Registrierungsleitfaden der Google Ads-Hilfe: Konto erstellen, Unternehmensdaten und Zahlungsinformationen hinzufügen.

Die folgende Übersicht zeigt die fünf Bausteine, die vor dem ersten Klick stehen sollten.

BausteinWas Sie festlegenWer im Betrieb entscheidetWas schiefgeht, wenn er fehlt
Konto und LoginGeschäftliche Google-Adresse, Zeitzone, WährungInhaber oder GeschäftsführungKonto hängt an einer privaten oder fremden Adresse
ZahlungsprofilKontotyp, Rechnungsadresse, ZahlungsmethodeInhaber und BuchhaltungRechnungen laufen auf den falschen Namen
ZugriffsebenenWer was sehen, bearbeiten und bezahlen darfInhaberMitarbeiter oder Agentur haben mehr Rechte als nötig
Überprüfung des WerbetreibendenFirmendaten und Dokumente für GoogleInhaberAnzeigen werden eingeschränkt
Landingpage und EinwilligungImpressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Banner, Consent ModeInhaber mit WebentwicklerMessung ohne Rechtsgrundlage

Wenn Sie Ihre Website parallel organisch nach vorne bringen möchten, lohnt ein Blick auf unsere Anleitung zur SEO-Optimierung; bezahlte Suche und SEO greifen auf dieselbe Landingpage zu.

Schritt 1: Google Ads Konto ohne Kampagne anlegen

Melden Sie sich unter ads.google.com mit einer Google-Adresse an, die dem Unternehmen gehört, zum Beispiel einer Adresse Ihrer eigenen Domain. Eine private Gmail-Adresse eines Mitarbeiters ist die häufigste Ursache dafür, dass ein Betrieb Jahre später keinen Zugriff mehr auf das eigene Konto hat.

Zeitleiste der sechs Schritte zur Einrichtung eines Google Ads Kontos für kleine Unternehmen
Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf; die erste Kampagne folgt erst danach.

Der Registrierungsleitfaden von Google beschreibt drei Teile: Informationen zum Unternehmen (Name und URL), Zielvorhaben und Budget, Zahlungsdetails. Für ein sauberes Fundament wählen Sie die Möglichkeit, ein Konto ohne Kampagne zu erstellen. So landen Sie nicht in einer vorkonfigurierten Kampagne, die Sie hinterher erst wieder zerlegen müssen.

Achten Sie dabei auf zwei Felder, die sich später nur mit Aufwand korrigieren lassen:

  • Zeitzone: Google weist darauf hin, dass Berichte, Statistiken und Abrechnungen durch die gewählte Zeitzone beeinflusst werden. Für Deutschland ist das die mitteleuropäische Zeit.
  • Kontoname: Bei neu erstellten Konten darf der Kontoname laut Google keine URL enthalten. Verwenden Sie den Firmennamen, wie er auch im Impressum steht.

Wer die Grundeinrichtung in einer festen Reihenfolge abarbeitet, vermeidet doppelte Arbeit. Die Abfolge in diesem Artikel ist bewusst so gewählt, dass jeder Schritt auf dem vorherigen aufbaut.

Schritt 2: Zahlungsprofil mit Kontotyp und Rechnungsadresse anlegen

Im Zahlungsprofil entscheidet sich, auf wen die Rechnungen ausgestellt werden. Laut Google-Hilfe ist der Kontotyp standardmäßig auf „Organisation“ festgelegt; Sie können ihn in „Privatperson“ ändern, wenn dies aus steuerlichen Gründen in Ihrem Land erforderlich ist. Klären Sie die Wahl vorab mit Ihrer Steuerberatung, denn der Kontotyp bestimmt, welche Angaben auf Ihren Rechnungen stehen.

Feld im ZahlungsprofilWas Sie eintragenWorauf Sie achten
Land der RechnungsadresseDeutschlandLegt laut Google die verfügbaren Abrechnungsoptionen fest
KontotypOrganisation (Standard) oder PrivatpersonMit Steuerberatung abstimmen
Name und AnschriftFirmenname und Anschrift wie im Handelsregister oder ImpressumGleiche Schreibweise wie bei der späteren Überprüfung
SteuerinformationenAngaben zu Ihrem UnternehmenNur Administratoren und Nutzer mit Abrechnungszugriff dürfen sie bearbeiten
ZahlungsmethodeKredit- oder Debitkarte, PayPal oder BankkontoGeschäftskonto statt Privatkarte verwenden

Zwei Hinweise aus der offiziellen Hilfe sollten Sie kennen, damit Sie nicht erschrecken: Bei einer Kredit- oder Debitkarte kann eine vorübergehende Vorautorisierung erscheinen, die normalerweise innerhalb einer Woche wieder aufgehoben wird. Außerdem kann Google bei der Registrierung eine kleine Vorauszahlung zur Bestätigung verlangen.

Hypothetisches Beispiel: Eine Fahrradwerkstatt in Hamburg wird als GmbH geführt. Der Inhaber legt das Zahlungsprofil als „Organisation“ mit der Firmenanschrift aus dem Handelsregister an und hinterlegt die Geschäftskarte. Die Buchhaltung erhält später den Zugriff „Abrechnung“, damit sie Rechnungen abrufen kann, ohne Kampagnen zu verändern.

Schritt 3: Zugriffsebenen für Mitarbeiter und Agentur vergeben

Sobald das Konto steht, laden Sie weitere Personen ein, statt Zugangsdaten zu teilen. Google unterscheidet fünf Zugriffsebenen. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Rechte aus dem Hilfeartikel „Zugriffsebenen in Google Ads-Konten“ zusammen.

Google Ads-Hilfe: Tabelle der Zugriffsebenen Nur E-Mail, Abrechnung, Schreibgeschützt, Standard und Administrator.
Google Ads-Hilfe: Tabelle der Zugriffsebenen Nur E-Mail, Abrechnung, Schreibgeschützt, Standard und Administrator.
ZugriffsebeneTypische Person im BetriebDarf Kampagnen bearbeitenDarf Zahlungsinformationen bearbeitenDarf Zugriff gewähren
Nur E-MailGeschäftsführung, die nur Berichte lesen willNeinNeinNein
AbrechnungBuchhaltungNeinJaNein
SchreibgeschütztControlling, SteuerberatungNeinNeinNein
StandardMitarbeiter im Marketing, AgenturJaJaNein
AdministratorInhaber, eine VertretungJaJaJa

Nur Administratoren dürfen laut Google Kontozugriff gewähren, Zugriffsebenen ändern, Verknüpfungen mit Verwaltungskonten annehmen oder aufheben und das Überprüfungsverfahren für Werbetreibende einleiten. Daraus folgen drei Regeln für kleine Betriebe:

  1. Das Konto gehört Ihnen. Lassen Sie eine Agentur nicht ein eigenes Konto für Sie eröffnen. Die Agentur verknüpft ihr Verwaltungskonto mit Ihrem Konto, und Sie nehmen die Verknüpfungsanfrage als Administrator an.
  2. Mindestens zwei Administratoren. Google rät ausdrücklich, mindestens eine weitere Person als Admin hinzuzufügen, weil bei nur einem Admin der Zugriff auf Ihre Tags verloren gehen kann, wenn diese Person nicht mehr verfügbar ist.
  3. So wenig Rechte wie nötig. Wer nur Zahlen sehen soll, bekommt „Schreibgeschützt“ oder „Nur E-Mail“, nicht „Standard“.

Beachten Sie bei Agenturen: Ein Verwaltungskonto mit Inhaberzugriff erlaubt dessen Admins laut Google auch, Nutzerzugriff, Verwaltungskonten und Produktverknüpfungen in Ihrem Konto zu bearbeiten. Prüfen Sie deshalb unter Zugriff und Sicherheit regelmäßig, wer verknüpft ist, und heben Sie Verknüpfungen nach Vertragsende auf.

Sie betreuen Kampagnen auf Google, Meta und TikTok und möchten nicht ständig zwischen drei Werbekonten wechseln? Orova Ads zeigt alle Kampagnen in einer gemeinsamen Tabelle, analysiert sie mit KI und führt nur die Aktionen selbst aus, die Sie in Ihren Regelsätzen auf „Automatisch“ gestellt haben.

Schritt 4: Überprüfung des Werbetreibenden vorbereiten

Google schreibt in den Werberichtlinien, dass letztendlich alle Werbetreibenden das Überprüfungsverfahren durchlaufen müssen. Sie werden in Ihrem Konto oder per E-Mail informiert, wenn Sie an der Reihe sind, und erhalten eine Frist. Ist Ihr Konto ausgewählt, werden einige Anzeigen möglicherweise eingeschränkt, bis die Überprüfung abgeschlossen ist.

Google Ads-Werberichtlinien-Hilfe: Überprüfung des Werbetreibenden und Offenlegung im Ads Transparency Center.
Google Ads-Werberichtlinien-Hilfe: Überprüfung des Werbetreibenden und Offenlegung im Ads Transparency Center.

Nach der Überprüfung erscheinen einige Ihrer Angaben in der Offenlegung in Anzeigen und im Ads Transparency Center. Für einen kleinen Betrieb heißt das: Der Name, den Kunden dort sehen, sollte zu dem Namen passen, den sie auf Ihrer Website und im Impressum finden.

Ein Punkt verbindet Schritt 2 und Schritt 4 direkt: Laut Google ist sofort eine neue Überprüfung erforderlich, wenn der rechtsgültige Name in einem Abrechnungsprofil aktualisiert wird. Ein falsch angelegtes Zahlungsprofil kostet Sie also später eine zweite Prüfung.

Welche Dokumente Google konkret anfordert, sehen Sie im Verfahren selbst. Legen Sie trotzdem schon bei der Kontoeinrichtung einen Ordner an, der Ihre Firmendaten belegt:

  • Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung mit derselben Schreibweise des Firmennamens wie im Zahlungsprofil
  • Unterlagen zur Geschäftsanschrift
  • Eine kurze Beschreibung Ihrer Leistungen und der Website, auf der Sie werben

Weil nur Administratoren das Verfahren einleiten und durchlaufen können, sollte diese Aufgabe beim Inhaber liegen und nicht bei der Agentur.

Schritt 5: Landingpage mit Impressum und Einwilligung nach § 25 TDDDG vorbereiten

Bevor Werbeklicks auf Ihrer Website landen, müssen dort zwei rechtliche Grundlagen stimmen: die Anbieterkennzeichnung und die Einwilligung für Cookies und ähnliche Technologien.

Entscheidungshilfe nach § 25 TDDDG für Dienste auf einer Landingpage
Grundlage ist der Wortlaut von § 25 Absatz 1 und 2 TDDDG.

Für das Impressum gilt seit Mai 2024 § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes (DDG). Danach müssen Diensteanbieter für geschäftsmäßige digitale Dienste bestimmte Informationen „leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar“ ständig verfügbar halten. Für eine Landingpage bedeutet das: Ein gut sichtbarer Link zum Impressum gehört auf jede Seite, auf die Ihre Anzeigen führen, auch wenn diese Seite kein Hauptmenü hat.

Angabe nach § 5 DDGBeispiel für einen kleinen BetriebGilt für
Name und Anschrift der NiederlassungFirmenname, Straße, PLZ, OrtAlle
Rechtsform und VertretungsberechtigteGmbH, Geschäftsführer mit NamenJuristische Personen
Schnelle elektronische KontaktaufnahmeE-Mail-Adresse und ein weiterer direkter KontaktwegAlle
Zuständige AufsichtsbehördeBehörde bei erlaubnispflichtiger TätigkeitNur bei behördlicher Zulassung
Register und RegisternummerHandelsregister, Amtsgericht, HRB-NummerEingetragene Unternehmen

Für Cookies regelt § 25 Absatz 1 TDDDG: Die Speicherung von Informationen in der Endeinrichtung des Endnutzers oder der Zugriff auf bereits gespeicherte Informationen ist nur zulässig, wenn der Endnutzer auf der Grundlage klarer und umfassender Informationen eingewilligt hat. Absatz 2 nennt Ausnahmen, etwa wenn die Speicherung unbedingt erforderlich ist, damit der Anbieter einen vom Nutzer ausdrücklich gewünschten digitalen Dienst zur Verfügung stellen kann.

Ein Conversion-Tag, das Werbe-Cookies setzt oder liest, ist für den Besuch Ihrer Seite nicht unbedingt erforderlich. Es braucht deshalb eine Einwilligung, die Ihr Cookie-Banner einholt, bevor das Tag Cookies schreibt. Ihre Datenschutzerklärung sollte Google Ads als Empfänger nennen.

Schritt 6: Google Consent Mode mit dem Cookie-Banner verbinden

Der Einwilligungsmodus von Google ersetzt kein Banner. Google formuliert es in der Hilfe so: Im Einwilligungsmodus gibt es kein Einwilligungsbanner oder -Widget; der Modus übernimmt die Entscheidung aus Ihrem Cookie-Banner und passt das Verhalten der Google-Tags an. Sie brauchen also beides: ein Banner (Consent Management Platform) und die Verbindung zum Google-Tag.

Google Ads-Hilfe zum Einwilligungsmodus: einfache und erweiterte Implementierung.
Google Ads-Hilfe zum Einwilligungsmodus: einfache und erweiterte Implementierung.

Google bietet zwei Implementierungen an. Der Unterschied ist für § 25 TDDDG entscheidend, weil er bestimmt, ob vor der Entscheidung des Besuchers überhaupt etwas geladen wird.

MerkmalEinfacher EinwilligungsmodusErweiterter Einwilligungsmodus
Wann laden die Google-Tags?Erst nach Interaktion mit dem BannerSobald die Seite aufgerufen wird
Was passiert bei Ablehnung?Laut Google werden keine Daten übertragen, auch nicht der EinwilligungsstatusTags senden Pings ohne Cookies
Conversion-Modellierung in Google AdsBasiert auf einem allgemeinen ModellKann die gesendeten Pings nutzen
Abstimmung mit DatenschutzberatungEinfacher zu begründenVorab prüfen lassen, ob die Pings ohne Einwilligung zulässig sind
Vier Schritte zur Verbindung von Cookie-Banner und Google Consent Mode
Der Einwilligungsmodus ersetzt kein Banner, er übernimmt dessen Entscheidung.

So gehen Sie in der Praxis vor:

  1. Wählen Sie ein Cookie-Banner, das Google Consent Mode unterstützt, und tragen Sie Google Ads als eigenen Dienst mit Zweck „Werbung und Conversion-Messung“ ein.
  2. Legen Sie im Google Ads Konto unter Ziele die Conversion-Aktion an, zum Beispiel das Absenden Ihres Kontaktformulars.
  3. Binden Sie das Google-Tag über den Google Tag Manager oder Ihr Banner-Plugin ein und setzen Sie den Standardstatus für ad_storage auf „denied“, bis der Besucher zustimmt.
  4. Testen Sie die Seite mit gelöschten Cookies zweimal: einmal mit Ablehnung, einmal mit Zustimmung. Erst bei Zustimmung dürfen Werbe-Cookies im Browser erscheinen.

Für Listen zum Kundenabgleich im Europäischen Wirtschaftsraum verlangt Google zusätzlich die beiden Einwilligungsfelder ad_user_data und ad_personalization. Das betrifft Sie erst, wenn Sie Kundendaten hochladen; für den Start reicht ein sauber verbundenes Banner.

Danach: Die erste Suchkampagne mit Schutzeinstellungen anlegen

Erst wenn Konto, Zahlung, Zugriff und Einwilligung stehen, legen Sie die erste Suchkampagne an. Für kleine Betriebe sind drei Einstellungen besonders wichtig, weil Google sie nicht immer im gewünschten Zustand vorschlägt.

EinstellungEmpfehlung für kleine BetriebeGrund
NetzwerkeGoogle-Suchnetzwerk aktiv lassen, Suchnetzwerk-Partner und Displaynetzwerk bewusst prüfenBudget bleibt bei Menschen, die aktiv suchen
Standortoptionen„Präsenz“ statt „Präsenz oder Interesse“Anzeigen erreichen Menschen in Ihrem Einzugsgebiet
Automatisch angewendete EmpfehlungenPrüfen und nur bewusst freigebenÄnderungen am Konto bleiben unter Ihrer Kontrolle

35 sofort nutzbare ausschließende Keywords für den deutschen Markt

Hinterlegen Sie diese Liste vor dem Start als ausschließende Keywords auf Kampagnenebene. Sie filtert Suchanfragen von Jobsuchenden, Heimwerkern und reinen Informationssuchenden heraus. Streichen Sie Begriffe, die bei Ihnen eine echte Kaufabsicht ausdrücken, zum Beispiel „gebraucht“ bei einem Gebrauchtwarenhändler.

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Checkliste vor dem Kampagnenstart: Konto, Zahlung, Zugriff, Recht

Gehen Sie diese Punkte durch, bevor die erste Anzeige live geht. Jeder Punkt lässt sich mit Ja oder Nein beantworten.

PrüfpunktErledigt, wenn …
1. LoginDas Konto hängt an einer Google-Adresse des Unternehmens
2. Zeitzone und WährungMitteleuropäische Zeit und Euro sind eingestellt
3. KontotypOrganisation oder Privatperson ist mit der Steuerberatung abgestimmt
4. RechnungsadresseName und Anschrift entsprechen Handelsregister oder Impressum
5. ZahlungsmethodeEin Geschäftskonto oder eine Geschäftskarte ist hinterlegt
6. AdministratorenMindestens zwei Personen aus dem Betrieb haben Adminzugriff
7. AgenturDie Agentur ist per Verwaltungskonto verknüpft, nicht als Kontoinhaberin
8. BuchhaltungDie Buchhaltung hat den Zugriff „Abrechnung“
9. ÜberprüfungUnterlagen für die Überprüfung des Werbetreibenden liegen bereit
10. ImpressumJede Landingpage verlinkt sichtbar auf das Impressum
11. DatenschutzerklärungGoogle Ads ist als Empfänger genannt
12. Cookie-BannerWerbe-Cookies erscheinen erst nach Zustimmung
13. Consent ModeStandardstatus für ad_storage steht vor der Zustimmung auf „denied“
14. Conversion-AktionEin Testformular wurde mit Zustimmung abgeschickt und erfasst
15. Ausschließende KeywordsDie Liste ist auf Kampagnenebene hinterlegt

Wenn Sie Ihre Kennzahlen später regelmäßig an die Geschäftsführung berichten, hilft eine einfache Übersicht. Wie das ohne Zusatzsoftware geht, zeigt unsere Anleitung, wie Sie ein Excel-Dashboard erstellen.

Ihr Konto ist sauber eingerichtet? Dann behalten Sie Suchbegriffe, Gebote und Budgets im Blick, ohne jeden Bericht einzeln zu öffnen. Orova Ads synchronisiert Ihre Daten in dem Takt, den Sie festlegen (bis zu alle 5 Minuten), und ist kostenlos bis zum 07.07.2027 nutzbar.

Häufige Fehler bei der Einrichtung und wie Sie sie beheben

FehlerbildHäufige UrsacheBehebung
Niemand im Betrieb kann neue Nutzer einladenEinziger Admin ist ausgeschieden oder die Agentur hält den AdminzugriffRechtzeitig zweiten Admin aus dem Betrieb ernennen, Agentur auf „Standard“ setzen
Rechnungen tragen einen falschen NamenZahlungsprofil wurde von einer Agentur oder privat angelegtZahlungsprofil des Unternehmens anlegen und mit Steuerberatung abstimmen
Anzeigen werden eingeschränktÜberprüfung des Werbetreibenden nicht innerhalb der Frist abgeschlossenBenachrichtigung im Konto prüfen und Verfahren als Admin abschließen
Name in der Anzeigenoffenlegung passt nicht zur WebsiteUnterschiedliche Schreibweise in Registerauszug, Impressum und KontoEine einheitliche Schreibweise festlegen und überall verwenden
Werbe-Cookies erscheinen vor der ZustimmungGoogle-Tag wird außerhalb des Banners geladenTag nur über Banner oder Tag Manager mit Consent-Einstellungen auslösen
Keine Conversions trotz AnfragenBanner blockiert das Tag auch nach ZustimmungTest mit Zustimmung wiederholen und Trigger im Tag Manager prüfen

Wer im B2B-Umfeld arbeitet, sollte die bezahlte Suche nicht als einzigen Kanal sehen; ergänzende Wege beschreibt unser Beitrag zur Lead-Generierung im B2B ohne Kaltakquise.

Google Ads Trends für kleine Unternehmen in den nächsten Jahren: Einschätzung des Autors

Erstens glaube ich, dass Transparenz für kleine Werbetreibende wichtiger wird als jede einzelne Kampagneneinstellung. Wenn Name und Anschrift in der Anzeigenoffenlegung sichtbar sind, vergleichen Kunden diese Angaben mit der Website. Betriebe, die Konto, Impressum und Registerdaten einheitlich führen, wirken in diesem Vergleich schlicht vertrauenswürdiger.

Zweitens rechne ich damit, dass die Frage „Einfacher oder erweiterter Einwilligungsmodus?“ in Deutschland noch länger umstritten bleibt. Meiner Ansicht nach fahren kleine Betriebe besser, wenn sie die Entscheidung einmal mit ihrer Datenschutzberatung dokumentieren, statt sie bei jedem Website-Relaunch neu zu treffen.

Drittens erwarte ich, dass Google immer mehr Einstellungen automatisiert vorschlägt. Für kleine Unternehmen liegt der Hebel deshalb weniger in versteckten Kampagnenoptionen als in klaren Zuständigkeiten: Wer darf Änderungen freigeben, wer zahlt, wer prüft. Ein Konto mit sauber vergebenen Zugriffsebenen übersteht auch einen Agenturwechsel ohne Datenverlust.

Häufig gestellte Fragen zu Google Ads für kleine Unternehmen einrichten

Darf meine Agentur das Google Ads Konto für mich eröffnen?

Besser nicht. Eröffnen Sie das Konto mit einer Google-Adresse Ihres Unternehmens und lassen Sie die Agentur ihr Verwaltungskonto mit Ihrem Konto verknüpfen. Als Administrator nehmen Sie die Verknüpfungsanfrage an und können sie nach Vertragsende wieder aufheben.

Welchen Kontotyp wähle ich im Zahlungsprofil?

Google setzt den Kontotyp standardmäßig auf „Organisation“. „Privatperson“ ist laut Google vorgesehen, wenn dies aus steuerlichen Gründen in Ihrem Land erforderlich ist. Stimmen Sie die Wahl mit Ihrer Steuerberatung ab, bevor Sie die erste Zahlung auslösen.

Brauche ich ein Cookie-Banner, wenn ich nur Google Ads schalte?

Die Anzeige in der Google-Suche selbst setzt keine Cookies auf Ihrer Website. Sobald Sie aber ein Conversion-Tag einbinden, das Informationen im Browser speichert oder ausliest, greift § 25 TDDDG, und Sie brauchen eine Einwilligung über ein Banner.

Muss jede Landingpage ein Impressum haben?

Nach § 5 DDG müssen die Angaben leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar sein. In der Praxis genügt ein gut sichtbarer Link zum Impressum auf jeder Landingpage, auch auf Seiten ohne Hauptmenü.

Was passiert, wenn ich die Überprüfung des Werbetreibenden nicht abschließe?

Laut Google werden Sie im Konto oder per E-Mail über die Überprüfung und die Frist informiert. Ist Ihr Konto ausgewählt, können einige Anzeigen eingeschränkt werden; damit Ihre anderen Anzeigen weiter ausgeliefert werden, müssen Sie das Verfahren innerhalb der Frist durchlaufen.

Wo sollten Sie anfangen?

Wenn Sie noch kein Konto haben, beginnen Sie mit Schritt 1 und 2 in einem Zug: Konto ohne Kampagne mit einer Unternehmensadresse anlegen, Zeitzone prüfen, Zahlungsprofil auf den Firmennamen ausstellen.

Zusammenfassung der Einstiegspunkte für die Google Ads Einrichtung
Wählen Sie die Zeile, die zu Ihrem Betrieb passt.

Wenn bereits ein Konto existiert, das eine frühere Agentur oder ein ehemaliger Mitarbeiter angelegt hat, öffnen Sie zuerst die Zugriffsverwaltung. Prüfen Sie, wer Administrator ist, ernennen Sie eine zweite Person aus dem Betrieb und setzen Sie externe Partner auf die Ebene, die sie wirklich brauchen.

Wenn Konto und Zugriffe stimmen, die Website aber noch kein Banner mit Consent Mode hat, erledigen Sie Schritt 5 und 6, bevor Sie Budget freigeben. Erst dann lohnt es sich, Google Ads für kleine Unternehmen einrichten bis zur ersten Suchkampagne abzuschließen.

Über den Autor

Nguyễn Đỗ Trọng Ân

Builder of Orova

Nguyễn Đỗ Trọng Ân has 8 years of experience in marketing, including 6 years managing market development across Asia. He builds Orova, a Biz AI Agent that never sleeps: it plans, runs and optimizes work for businesses.

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